RUMS #1

Ich will nur schnell meine neue supercoole oberhipstermäßige Sonnenbrille neue Kapuze nach dem Schnitt von Hedi zeigen: „Frau Charly“. Es ist so eine Art Hybrid aus Kapuze und Schal, die man super zu allen anderen maritimen Kleidungsstücken (die noch auf der sew-to-do-Liste stehen) kombinieren kann.

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Die Kapuze war eigentlich als Resteverwertungsprojekt vorgesehen. Den restlichen Kuschelwintersweat, der vom Hoodie für den Blogwart noch übrig war, sowie der lillestoff-Ringeljersey sollten verwurstet werden. Ich musste leider feststellen, dass doch etwas mehr Stoff benötigt wird, als ich dachte, so dass ich den Sweatstoff nicht im Bruch zuschneiden konnte sondern aus zwei Teilen stückeln musste. Auch der Ringeljersey hat nicht mehr gereicht, so dass der Halsbereich jetzt mit unifarbenem roten Jersey gefütttert ist.

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Das coole Anker-Webband verdeckt die Mittelnaht zwischen den beiden gestückelten Kapuzenteilen. Verzeiht die schlechte Fotoqualität, in Wahrheit ist das Rot sehr schön „satt“ und kein bisschen pink.

Es gibt heute auch wieder jede Menge tolle selbstgemachte Sachen bei den Mädels bei RUMS.

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Me Made Mittwoch #3

Aus Mangel an neuen, wintertauglichen Stücken (nähe Unmengen, aber nur für andere) zeige ich heute mein allererstes selbst genähtes T-Shirt. Ich hatte das süße Brezelwebband im Internet bestellt und sofort schwebte mir ein Shirt vor, das durch besagtes Webband zweigeteilt wäre: oben eine Art Bustier aus Webware, unten anschmiegsamer Jersey.

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Ich besitze schon ein Shirt ähnlicher Machart, das ich allerdings käuflich erworben habe und von dem ich mir nicht zugetraut habe, den Schnitt abzunehmen. So suchte ich eine ganze Weile nach einem Schnitt, der meinen Vorstellungen entsprach, bis ich bei Dana von Mamu Design fündig wurde.

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Der Ausschnitt ist in Wirklichkeit nicht so schief und das Weiße, das darunter hervorblitzt, gehört nicht zum Ensemble, sondern ist ein schnödes Unterhemd. Von den sonnigen Bildern, die gestern mittag in Frankfurt auf der Dachterrasse meiner momentanen Arbeitsstelle aufgenommen wurden, darf man sich nicht täuschen lassen: Es sind nur ca. 5°C Außentemperatur. Getragen habe ich dazu einen Bolero (ich bin ja nicht lebensmüde), den ich fürs Foto abgenommen habe und vielleicht ein anderes Mal zeigen werde.

Die Stoffe sind beide vom Stoffmarkt. Beim Nähen musste ich am Ausschnitt mehrere Male nachbessern, da ich bei der Anprobe der ersten Version erschrocken feststellen musste, dass das Decolleté in etwa so hochgeschlossen war wie der Ausschnitt an der Corsage einer französischen Prostituierten in einem schlechten Historienschinken über das 19. Jahrhundert. Also wurden die Raglannähte großzügig verbreitert und das Bündchen oben angenäht. Trotzdem darf man sich immer noch nicht zu weit nach vorne lehnen, ohne tiefe Einblicke zu gewähren 🙂 Trotzdem mag ich das Shirt gerne, weil es trotz vieler kleiner Unperfektheiten (die Nähte innen spotten tatsächlich jeder Beschreibung!) das erste wirklich tragbare Kleidungsstück ist, das ich produziert habe. Hinten habe ich, passend zum Webband, noch ein Bügelbild von hier platziert:

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Jetzt bin ich gespannt, was die anderen Craftistas beim MMM wieder so gezaubert haben!

Weihnachtsgeschenke

Draußen mieses Schmuddelwetter und der Blogwart das ganze Wochenende außer Haus: Die perfekte Gelegenheit, eine konzentrierte Nähsession zu starten. Hier seht ihr meinen Arbeitsbereich: alles was nicht an der Nähmaschine passiert, findet auf dem Fußboden statt (und das ist kein Chaos, das muss so sein 🙂 )

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Und hier die Resultate:

Eine Shelly nach dem Vorbild derer, die ich vor zwei Wochen schon mal hier gezeigt habe. Eine Freundin fand diese so schön, dass ich mich spontan bereit erklärt habe, noch mal ein solches Modell zu nähen. Unnötig zu erwähnen, dass ich auch dieses Mal den Kragen abgetrennt und erneut angenäht habe. Hatte mich bei der Konstruktion um 10 cm ein bisschen verrechnet. Außerdem ist mir ein Fehler beim Abmessen der Armlänge passiert, so dass ich noch mal anstückeln musste 😦 aber wenn jemand fragt, dann gehört das natürlich so 😉

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Auf den Fotos kommt die Farbe nicht so schön raus, es ist ein schönes sattes Moosgrün (Sweatshirtstoff von Stoff & Stil)

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An den Eingriffstaschen habe ich eine orangene Paspel mitgefasst, die einen ähnlichen Orangeton hat, wie der Ringeljersey.

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Der Kragen ist im Gegensatz zur ersten Shelly noch ein bisschen mehr angeschrägt und statt mit Frottee mit hellgrünem Fleece gefüttert.

Nr. 2 (noch UFO): Der Blogwart bekommt einen Sweater zu Weihnachten, Schnitt und Farbwahl inspiriert von diesem Modell, das Maarikami vor einigen Monaten auf ihrem tollen Blog vorgestellt hat. Wie bei ihr handelt es sich um den Fehmarn-Jackenschnitt und auch ihre Modifikationen habe ich gleich übernommen. Verwendetes Material: Dunkelblauer Kuschelsweat vom Stoffmarkt (hab mich totgeärgert dass ich davon nicht mehr gekauft habe, so flauschig fühlt der sich an) und als Futterstoff für Kapuze und Taschen „Tattoo Love“ von lillestoff. Ich fand die Anleitung zum zusammennähen relativ kryptisch (…und ich so „Hä?“), so dass ich einfach so genäht habe, wie ich dachte, und da ich mich ja um den Reißverschluss und alle anderen schwierigen Sachen gedrückt hatte, bin ich damit auch gut gefahren.

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20131215_123425Hier noch mal die Kapuzen-Nahansicht. Rote Paspel am Kapuzenrand bildet einen kleinen Extra-Hingucker. Dem Pulli fehlen bisher noch die Bündchen. Über deren Farbe möchte ich gerne erst noch mal mit dem zukünftigen Träger des Kleidungsstückes konferieren.

Und dann war noch Zeit, ein bisschen angefangenen Kleinkram fertig zu machen:

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Zwei Astronautenmützen „Charly“ nach dem Schnitt von Hedi für die sich auch in unserem Bekanntenkreis allmählich ausbreitenden Kleinkinder im Alter von 1,5 bis 3 Jahren sowie zwei Loops für diverse Familienmitglieder. Den Kapuzenschnitt „Frau Charly“ habe ich übrigens auch noch hier liegen, sogar auch schon zugeschnitten, aber für heute ist gut.

Ich geh jetzt mal das Chaos den Arbeitsbereich aufräumen. Vielleicht haben Frau Pfaff und ich heut abend noch mal spontan Lust auf ein Treffen.

Verschenkt ihr auch Selbstgenähtes zu Weihnachten?

Me Made Mittwoch #2

Nach der Premiere letzte Woche schiebe ich gleich noch mal einen warmen Pulli hinterher, wenn auch nicht ganz so nieren-, so trotzdem ziemlich herzerwärmend (finde ich) 🙂

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(beim nächsten Mal werde ich darauf achten, die vorgestellten Klamotten einer Behandlung mit dem Bügeleisen zu unterziehen, bevor die Fotos gemacht werden)

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Der Schnitt ist von Schnipp-Schnapp und nennt sich ganz unpretentiös „Hoodie Shirt“. Vernäht habe ich einen spottbilligen Sweatshirtcoupon vom Stoffmarkt und ein wenig „Maxi Dots“ in braun von Hamburger Liebe.

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Die Kanten sind wieder mit einem schönen Zierstich abgesteppt, den die Frau Pfaff kann. Die Taschen habe ich mir aus dem Kanga-Schnitt geklaut, weil ich Taschen an Pullis einfach besser finde und manchmal auch ohne Handtasche unterwegs bin. Erst dachte ich, sie würden zu weit oben sitzen, aber da sie nicht auftragen, habe ich mich mittlerweile damit angefreundet.

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Da der Sweatstoff ziemlich unelastisch ist, sitzt der Pulli ganz schön stramm, mit dem gleichen Stoff würde ich beim nächsten Mal wohl eher eine halbe Größe zugeben. Da ich den Schnitt aber grandios finde, obwohl er für Winterverhältnisse eigentlich einen Ticken zu kurz ist (Nieren…), habe ich schon eine zweite Version in Planung.

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Zwischen dem unteren Vorderteil und der Passe habe ich eine schwarze Paspel eingesetzt.

So. Noch mehr schöne Klamotten gibts bei den Me Made Mittwoch Mädels.

Me Made Mittwoch #1

Ein lange gehegter Traum wird wahr: Endlich selbst beim Me Made Mittwoch mitmachen und nicht nur immer wieder sabbernd und zitternd vor Näh-Wolllust die ganzen wunderbaren Kleider bestaunen, die von den vielen fleißigen Kreativen jede Woche zur Schau gestellt werden.

Der Schnitt, den ich zeigen möchte, ist schon vielfach hier und auf anderen Seiten vorgestellt worden. Eine „Shelly“ von Jolijou in der Langarm-Sweatshirt-Version, die mir beim ersten Kälteeinbruch in der letzten Woche schon Dauerdienste geleistet hat, weil man trotz kurzer Jacke nie wieder kalte Nieren bekommt- sehr angenehm!

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Der schwarze Sweatshirtstoff und der weiß-rote Ringeljersey sind von Lillestoff (beides bio). Statt klassischer Bündchen habe ich bei Kragen und Ärmel einen Ober- und einen Unterstoff verwendet, weil ich es etwas kuscheliger und wintertauglicher haben wollte. Für die Innenseiten habe ich jeweils weißen, feinen Frottee vom Stoffladen meines Vertrauens vernäht. An dem Pulli/Kleid (ich kann mich nie so richtig entscheiden, wie ich es jetzt betiteln soll und überlasse das der Gunst des geneigten Lesers) habe ich wirklich gefühlt ewige Zeiten gesessen. Die beiden Stoffschichten waren außerordentlich widerspenstig und inkompatibel, was sich im Wegrollen in verschiedene Richtungen und dem generellen Widerstreben dagegen äußerte, zusammengenäht zu werden. Ich habe außerdem noch Taschen ergänzt, weil ich das bei der Länge für notwendig praktischer hielt.

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Genäht habe ich Größe L, da für Sweatstoffe empfohlen wird, eine Größe größer zu nehmen (und gemessen hätte ich Größe M). Durch den Zug der Bündchen oben und unten kriegt das ganze Teil erst spät während des Nähprojektes so etwas wie Form. Daher merkte ich auch erst, als ich praktisch komplett fertig war: VIEL zu groß! ich hätte in diesem Kleidungsstück ein Kind zur Welt bringen können, ohne dass meine geneigte Umwelt davon was mitgekriegt hätte. Da aber an den Rändern ja mittlerweile Taschen angebracht waren, war guter Rat teuer und schließlich trennte ich den Kragen und das Bündchen unten schweren Herzens wieder ab (ich hasse es, Bündchen anzunähen!) und schnitt beherzt das Vorderteil in der Mitte auseinander und nahm dort sage und schreibe 8 cm (!) raus, wodurch die Passform sich enorm verbesserte.

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Den Kragen habe ich abgeändert und nach dem Kragentutorial von Frau Liebstes genäht. Um ihm genügend Stand zu geben, habe ich zwischen Ober- und Unterstoff Vlieseline gebügelt und ihn auch ein gutes Stück schmäler gemacht (ich habe nicht gemessen, aber ich schätze, so 10-12 cm weniger in der Höhe hat er jetzt schon). Mit drei Kamsnaps wird er geschlossen und mit einem Zierstich ist er noch mal von außen abgesteppt, so dass ich jetzt nach der ganzen Änderei doch ganz zufrieden bin.

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Erst am Ende hab ich gemerkt, dass ich die offene Seite des Kragens rechts angenäht habe statt links, so dass diese jetzt „nach vorne schaut“ statt nach hinten (wenn ihr wisst, was ich meine). Aber den Kragen nochmal abtrennen und neu annähen war mir dann doch zu blöd und ich entschied, dass ein kleiner Makel das ganze Teil ja irgendwie noch charmanter machen würde (komisch, jetzt wo ich das schreibe fällt mir auf, dass ich das bei den meinsten selbstgenähten Klamotten denke…) 🙂

Noch mehr Selbstgenähtes gibt es beim Me Made Mittwoch!