Me Made Mittwoch #1

Ein lange gehegter Traum wird wahr: Endlich selbst beim Me Made Mittwoch mitmachen und nicht nur immer wieder sabbernd und zitternd vor Näh-Wolllust die ganzen wunderbaren Kleider bestaunen, die von den vielen fleißigen Kreativen jede Woche zur Schau gestellt werden.

Der Schnitt, den ich zeigen möchte, ist schon vielfach hier und auf anderen Seiten vorgestellt worden. Eine „Shelly“ von Jolijou in der Langarm-Sweatshirt-Version, die mir beim ersten Kälteeinbruch in der letzten Woche schon Dauerdienste geleistet hat, weil man trotz kurzer Jacke nie wieder kalte Nieren bekommt- sehr angenehm!

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Der schwarze Sweatshirtstoff und der weiß-rote Ringeljersey sind von Lillestoff (beides bio). Statt klassischer Bündchen habe ich bei Kragen und Ärmel einen Ober- und einen Unterstoff verwendet, weil ich es etwas kuscheliger und wintertauglicher haben wollte. Für die Innenseiten habe ich jeweils weißen, feinen Frottee vom Stoffladen meines Vertrauens vernäht. An dem Pulli/Kleid (ich kann mich nie so richtig entscheiden, wie ich es jetzt betiteln soll und überlasse das der Gunst des geneigten Lesers) habe ich wirklich gefühlt ewige Zeiten gesessen. Die beiden Stoffschichten waren außerordentlich widerspenstig und inkompatibel, was sich im Wegrollen in verschiedene Richtungen und dem generellen Widerstreben dagegen äußerte, zusammengenäht zu werden. Ich habe außerdem noch Taschen ergänzt, weil ich das bei der Länge für notwendig praktischer hielt.

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Genäht habe ich Größe L, da für Sweatstoffe empfohlen wird, eine Größe größer zu nehmen (und gemessen hätte ich Größe M). Durch den Zug der Bündchen oben und unten kriegt das ganze Teil erst spät während des Nähprojektes so etwas wie Form. Daher merkte ich auch erst, als ich praktisch komplett fertig war: VIEL zu groß! ich hätte in diesem Kleidungsstück ein Kind zur Welt bringen können, ohne dass meine geneigte Umwelt davon was mitgekriegt hätte. Da aber an den Rändern ja mittlerweile Taschen angebracht waren, war guter Rat teuer und schließlich trennte ich den Kragen und das Bündchen unten schweren Herzens wieder ab (ich hasse es, Bündchen anzunähen!) und schnitt beherzt das Vorderteil in der Mitte auseinander und nahm dort sage und schreibe 8 cm (!) raus, wodurch die Passform sich enorm verbesserte.

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Den Kragen habe ich abgeändert und nach dem Kragentutorial von Frau Liebstes genäht. Um ihm genügend Stand zu geben, habe ich zwischen Ober- und Unterstoff Vlieseline gebügelt und ihn auch ein gutes Stück schmäler gemacht (ich habe nicht gemessen, aber ich schätze, so 10-12 cm weniger in der Höhe hat er jetzt schon). Mit drei Kamsnaps wird er geschlossen und mit einem Zierstich ist er noch mal von außen abgesteppt, so dass ich jetzt nach der ganzen Änderei doch ganz zufrieden bin.

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Erst am Ende hab ich gemerkt, dass ich die offene Seite des Kragens rechts angenäht habe statt links, so dass diese jetzt „nach vorne schaut“ statt nach hinten (wenn ihr wisst, was ich meine). Aber den Kragen nochmal abtrennen und neu annähen war mir dann doch zu blöd und ich entschied, dass ein kleiner Makel das ganze Teil ja irgendwie noch charmanter machen würde (komisch, jetzt wo ich das schreibe fällt mir auf, dass ich das bei den meinsten selbstgenähten Klamotten denke…) 🙂

Noch mehr Selbstgenähtes gibt es beim Me Made Mittwoch!

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3 Kommentare zu “Me Made Mittwoch #1

  1. Pingback: Weihnachtsgeschenke | heinernaehte

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