Gärtnern II

Wie ich mit dem Balkongärtnern angefangen habe, könnt Ihr hier nachlesen.

Von meiner Mutter hatte ich noch Samen für mexikanische Minigurken bekommen. Diese witzigen Dinger sehen aus wie Wassermelonen in Puppengröße, ähneln aber geschmacklich ihren Namensvettern, den Gurken. Leider waren die Samen nicht mehr in Ordnung oder ich habe bei der Einsaat irgendeinen kapitalen Fehler begangen, denn trotz liebevollem Gießen und dem Beschwören der Gartengötter blieben die Töpfchen leer. Ein Freund, der zu Besuch war und die kahlen Töpfchen mit dem Namensschild „Mexikanische Minigurken“ sah, meinte nur ganz trocken: „Die sind ja wirklich mini!“

kräuter

Die ersten Kräuter wachsen und gedeihen. Selbst der Dill tut so, als könne er kein Wässerchen trüben.

Das Ende der frostgefährdeten Jahreszeit rückte nun mit großen Schritten näher. Es wurde Zeit für die Salate und die Erdbeeren, ihr warmes Nest an der Fensterbank zu verlassen und auf den Balkon umzusiedeln. Auch die ersten Kräuter wurden gesät. Nachdem nur wenige Tomaten das Fiasko vor der Glasscheibe überlebt hatten und die kümmerlichen Reste während einer einwöchigen Abwesenheit meinerseits leider verdurstet waren, säte ich einen zweiten Schwung ein (was mir dann immerhin im November die ersten essbaren Tomaten bescherte). Sogar die Paprikas entwickelten sich ganz zufriedenstellend (was hieß, dass sie bislang weder an Wassermangel eingegangen noch an einem Kälteschock gestorben waren). Im Mai, nachdem die Gefahr von Nachtfrösten weitgehend gebannt war, wurde der Balkon nach und nach weiter bestückt. Umgeben von den vielen Nutzpflanzen habe ich auch einen Balkonkasten mit Bienenweide (Blühpflanzenmischung, die Nahrung für Bienen und Hummeln bietet) ausgesät, da die kleinen Summer beim Naschen an den bunten und duftenden Blüten wichtige Bestäubungsleistungen erbringen.

erdbeeren

Die Erdbeeren: Weniger Gaumenschmaus als vielmehr Augenweide.

In der Summe habe ich viele Dinge gelernt und will dieses Jahr auf jeden Fall wieder gärtnern, auch wenn sich der Traum von der Selbstversorgung nicht erfüllt hat und viele der Gemüsesorten auch objektiv betrachtet eher hübsch aussahen als gut schmeckten: das Argument mit dem Nordbalkon ist nicht ganz von der Hand zu weisen, auch wenn viele Sachen doch letztendlich schon besser funktionierten als zunächst angenommen. Ich bin bereits in der Planung für die Gemüsesorten für die neue Saison. Was bei uns alles gewachsen ist und wie erfolgreich, erzähle ich beim nächsten Mal.

salat

Stelldichein von Bienenweide (noch vor dem Blühen) und Pflücksalaten.

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2 Kommentare zu “Gärtnern II

  1. Pingback: Gärtnern III | heinernaehte

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