Jahresrückblick 2014

Trotz mehrmalig gegebener und wieder gebrochener Versprechen, mehr Zeit in diesen Blog zu investieren, möchte ich das vergangene Jahr kurz Revue passieren lassen. In der Hoffnung, dass ich dann 2015 (wie schon für dieses Jahr vorgenommen), mit mir im Reinen bin und mit einem neuen to-sew-Masterplan gut strukturiert durchstarten kann und dass die vielen, vielen schönen Kleidungsstücke, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte und die ich aus Zeitgründen niemals verwirklicht habe, zumindest zum Teil noch den Weg in meinen Kleiderschrank finden werden.

Statistik

Zum Jahresende 2014 befinden sich 36 Stücke auf meiner to-sew-List, also der Liste, in die ich die Kleidungsstücke, die ich nähen möchte, eintrage. Verwirklicht habe ich davon immerhin 21. Das entspricht einer Verwirklichungsquote von 58%. Diese 21 Kleidungsstücke unterteilen sich in Stücke für den Eigengebrauch (12, das entspricht 57% Anteil der gesamt genähten Teile) und Geschenke (8, das entspricht 38% Anteil der gesamt genähten Teile) sowie Auftragsarbeiten (1, das entspricht 5% Anteil der gesamt genähten Teile). Die übrigen 15 Kleidungsstücke müssen nun einer Überprüfung unterzogen werden, ob sie in 2015 wieder auf der to-sew-Liste stehen werden oder ob ich ob ihrer langen Verweildauer auf der Liste nun doch keine Lust mehr auf sie habe. Vom Beginn der Blogeinträge bis zum heutigen Tag wurde der Blog 9688 mal angeklickt, was ich selbst wirklich erstaunlich finde (wobei sicher etwa 2500 Klicks von mir selber kommen…).

Das Jahr im Überblick

Im ersten Quartal war ich noch im totalen Nähfieber. Das sieht man auch an den vielen Blogeinträgen, die in dieser Zeit entstanden sind. Zu dieser Zeit habe ich mich an die ersten schwierigeren Stücke (mit Reißverschluss!…) gewagt und war voller Euphorie, dass Vieles auf Anhieb gut funktionierte. Auch versuchte ich nun, Stücke herzustellen, die ich dann auch tatsächlich tragen würde und machte mir viele Gedanken um für mich passende Schnitte und Farbkombinationen. Erkenntnis: Etwas weniger ist dann manchmal eben doch mehr. Bereits im zweiten und ganz besonders im dritten Quartal machte sich der zunehmende Stress und zu wenig Zeit durch den bevorstehenden Uniabschluss bemerkbar. In dieser Zeit habe ich wenig genäht und noch weniger gebloggt. Erst im vierten Quartal hat sich meine Zeit wieder ein wenig vermehrt, so dass ich wieder mehr für mich und vor allem für andere nähen konnte. Ich muss leider auch sagen, dass ich zum Jahresende hin öfter nachlässig genäht habe. Die gewisse Routine, die mit bestimmten Arbeitsschritten verbunden ist, und die Angst, die man vor dem Unbekannten nun doch schon verloren hat und im Zweifel „einfach mal ausprobiert“, anstatt die Anleitung genau zu studieren, führten bei meinen letzten Stücken oft zu suboptimalen Arbeitsergebnissen. Das möchte ich im kommenden Jahr gerne optimieren. Ach ja, am 30.11.2014 hatte der Blog seinen ersten Geburtstag. Verrückt, oder?

Favorit

Mein Favorit dieses Jahr ist klar der allerletzte Pulli, den ich genäht habe. Da ich ihn hier bislang noch nicht vorgestellt habe, bleiben die Details an dieser Stelle noch im Verborgenen.

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Weitere Lieblingsstücke waren die Brasil Love Trainingsjacke nach dem Schnitt „Lady Bella“ und das weiße Sommerkleid nach „Frau Toni“, das ich hier leider ebenfalls noch nicht vorgestellt habe (Asche über mein Haupt), da der Sommer gefühlt einfach so schnell vorbei gegangen ist…

 

Fails und TfTs

Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich dieses Jahr wirklich nichts völlig untragbares produziert. Ein T-Shirt, das auf dem Erdbeershirt basiert, ist aus unerfindlichen Gründen riesig ausgefallen und bedarf dringend einer Umarbeitung. Das werde ich 2015 vor Beginn der T-Shirt-Saison nochmal in Angriff nehmen. Und ab und an geschehen doch noch Dinge, weil Frau einfach nicht (genug) nachdenkt bei dem, was sie tut. Bei Frau Madita Nr. 2 habe ich gedankenverloren die Ärmelbündchen auf die linke Seite genäht, so dass die Nähte außen lagen. Und bei diesem Exemplar dachte ich es sei besonders schlau, die Bündchen an Außen- und Innenhose getrennt festzunähen, damit man die Nähte später innen nicht sieht. Hab erst beim Versuch, die ganze Angelegenheit zu wenden, meinen Fehler bemerkt…

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Für andere genäht

Da meine  Freundinnen momentan gerade gefühlt alle simultanschwanger sind, habe ich einige Kindersachen genäht.

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Für den Blogwart gab es einen Pulli zu Weihnachten. Da ich das nun schon zum zweiten Mal in Folge getan habe, scheint sich hier eine Art Tradition zu entwickeln und zum Glück habe ich auch diesmal seinen Geschmack getroffen, als ich die Farben seines Fußballvereins auswählte. Aber auch eine Freundin von mir ohne Kinder konnte sich über einen Pulli und eine Schalkapuze freuen und einem Freund habe ich eine St. Pauli Schalkapuze genäht.

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Ausblick 2015

Im nächsten Jahr möchte ich vielleicht ein wenig reduzierter nähen, was die Farben angeht (aber hach, wenn ich dann auf dem Markt wieder die ganzen hübschen Jerseys sehe….) und mehr mit Struktur arbeiten, also vielleicht ein bisschen grobe Strick- oder Häkelarbeiten kombinieren. Ein weiteres Flapperkleid steht nach wie vor ganz oben auf meiner Liste, der Stoff liegt schon seit Monaten hier herum. Außerdem möchte ich auch einen Hoodie in den Farben des Darmstädter Fußballvereins, da dieser so eine wunderbare Saison spielt. Und mein Ziel aus dem vergangenen Jahr, endlich eine Hose zu nähen, ist nach wie vor aktuell. Außerdem will ich weniger Schnitte neu kaufen, sondern die, die ich habe, besser verwerten, indem ich mehr als ein Exemplar daraus nähe.

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Weihnachtsgeschenke

Dieses Jahr habe ich Freunden und Familienangehörigen wieder mal Selbstgenähtes unter den Baum gelegt.

Der Blogwart hat einen neuen Pulli bekommen. Der Schnitt ist der Miro, den ich mit Fuchsmotiven auch schon für mich selbst genäht habe.

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Eine gute Freundin sowie mein Papa haben sich über je ein Exemplar von Hedis Kapuzenschal „Frau Charly“ gefreut.

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Für die Freundin mit Retrotouch und Schleifchen (das Wenden vom Bändel hat gefühlt so lange gedauert wie der gesamte Rest der Kapuze 🙂 ) und für den Herrn Papa mit einer Applikation seines Eishockeyvereins. Na, erkennt jemand, welche Mannschaft mein Papa unterstützt?

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Für einen noch ganz frischen Erdenbürger ( 2,5 Monate) gab es außerdem Hedis Charlie-Kapuze in Bären-Optik mit angenähten Bärenöhrchen. Leider habe ich vergessen, den zu fotografieren. 🙂