MMM#22: Alle Elben leben hooooch

Ach, ja, das Waldelbenkleid.

Es ist auch bereits über die Weihnachtsfeiertage entstanden. Eigentlich wollte ich mir nur das witzige Ponchokleid „Lulu“ von Feefee nähen, nachdem ich es hier zum ersten Mal gesehen hatte. Auf dem letzten Stoffmarkt im Herbst stieß ich dann auf den süßen Krönchenstoff und kaufte direkt dazu passend den lindgrünen Sweatstoff.

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Ich hatte nur nicht bedacht, dass das Resultat  in Kombination mit dem tannengrünen Bündchen und vor allem den großen goldenen Knöpfen irgendwie doch sehr penetrant an einen Charakter aus Herr der Ringe erinnern würde, der in irgendeinem Wald lebt und bevorzugt mit Pfeil und Bogen kämpft.

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Das nervt mich gelegentlich, doch weil ich eine gigantische Menge Stoff verbraucht und vor allem mit dem Latz und dem Einnähen der Paspel in selbigen eine Ewigkeit zugebracht habe, trage ich es doch ab und an. Ich habe allerdings um den Hintern herum einiges an Stoff weggenommen, weil es beim ersten Anprobieren doch zu sackartig um mich herumhing. Jetzt mag ich es eigentlich doch ganz gerne. Wo hab ich nur meinen Bogen abgestellt, hat den jemand gesehen?

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Mehr Selbstgenähtes wie immer beim MMM.

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Capoeira-Kleider-Änderungs-Offensive

Als ich mit dem Nähen anfing, faszinierten mich vor allem die schier unendlichen Möglichkeiten, Schnitte, Stoffe und Schnickschnack in Form von Borten, Paspeln und Bändern miteinander zu kombinieren. Oft entstanden in diesem ersten Nähjahr schöne Stücke, die aber überhaupt nicht kombinationsfähig waren, da zu bunt, zu wild gemustert und zu unruhig.

Das Ändern von Kleidung war mir anfangs eher zuwider. Es erschien mir zu handwerklich und es fehlte der kreative Prozess dabei. Mittlerweile schätze ich es durchaus, dass ich mir mittlerweile die Fähigkeiten angeeignet habe, Kleidung zu ändern, die mir zwar gefällt, aber noch nicht optimal passt. Neben dem Feminist Action Shirt habe ich in den letzten Wochen und Monaten immer mal wieder Sportkleidung geändert. Oft bekommt man auf Workshops Shirts geschenkt, die nicht optimal passen oder bestellt sich Shirts und der Schnitt gefällt nicht. Anbei zwei Beispiele für Änderungen, die dazu geführt haben, dass zwei ehemalige Schrankhüter nun zu meinen liebsten Sportshirts gehören.

Das erste Shirt habe ich im Januar in Frankreich von einem tollen Capoeiratrainer geschenkt bekommen. Das Motiv hat mir super gefallen, aber es war leider ein Herrenshirt und nicht gerade klein. Ich habe ein Ringershirt draufgelegt und dem ganzen eine neue Form gegeben. Die Ränder sind nun mit grauem Jersey gesäumt. Es passt jetzt perfekt und eignet sich aufgrund der fehlenden Arme perfekt für das Training im Sommer.

Das zweite Shirt hat mir ein Trainingskollege vermacht. Ihm wurde die falsche Größe geliefert und dann gesagt, er könne das Shirt behalten. Da es mir auch nicht gut passte, habe ich hier das gleiche Procedere angewandt wie bei dem bordeauxroten Shirt aus Frankreich. Um es etwas aufzupeppen, hat es einen Rand aus grünem Jersey bekommen. Jetzt kann der Sommer kommen!