Winterjacken Sew Along: Zwischenstand

Im dritten Anlauf schaffe ich es heute doch tatsächlich, mich beim MMM  zu verlinken; allerdings habe ich nicht wirklich einen Fortschritt vorzuweisen, seit der Vorstellung von Schnitt und Stoffen.  Nachdem ich nämlich brav alle Schnittteile zugeschnitten hatte (außen, innen Futter!), und anfangen wollte, zusammenzunähen, hat leider direkt bei der zweiten Naht meine liebe Frau Pfaff angefangen, zu streiken, und entschieden, dass sie beim Overlock-Stich lieber nicht mehr transportiert, sondern immer auf der gleichen Stelle näht. Das sieht dann so aus:

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Ich bin noch nicht dazu gekommen, der Sache näher auf den Grund zu gehen. Vielleicht ist das auch nur ihre Art, mir mitzuteilen, dass sie mal wieder eine Wartung möchte.  Oder hat von Euch einer eine Idee?? Einstweilen gibts somit nur eine Bild der Schnitteile, die noch aufs zusammennähen warten.

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Erfolgreichere Winterjackennäherinnen gibts hier zu sehen.

Winterjacken Sew Along: Schnitt und Stoff

Nachdem ich wegen eines defekten PCs beim letzten Termin nicht dabei sein konnte, steige ich nun nachträglich noch mit ein in den Winterjacken Sew Along. Als ich das Thema gesehen hab, wusste ich direkt, was ich nähen wollte. Ich hatte im Frühjahr schon mit der Jacke geliebäugelt, jedoch am Ende beschlossen , dass es Anfang April nicht mehr zielführend wäre, noch eine dicke Jacke zu nähen, die dann erst mal monatelang nur im Schrank hinge. So ergibt sich jetzt die Gelegenheit, dieses lang angedachte Projekt endlich in Angriff zu nehmen: Die PowPow Juna!

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Super schöne Exemplare habe ich hier und hier gesehen. Mir gefällt der Schnitt, weil er sehr sportlich ist mit seiner großen Kapuze und den breiten Bündchen. Ich will ihn aber ein bisschen „winterlicher“ nähenn, damit die Jacke später auch ordentlich warm hält.

Der rostrote Canvas-Stoff liegt hier schon sicher ein Jahr rum, den gab es mal bei Karstadt im Angebot und ich habe mal auf Verdacht zwei Meter mitgenommen, weil mir die Farbe gut gefiel.

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Letzte Woche habe ich dann die dazugehörigen Accessoires gekauft: einen langen Reißverschluss und Bündchen in dunkelbraun sowie braues Steppfutter für innen und noch mal eine extra Lage Volumenvlies für innen rein. Optisches Highlight soll die Innenseite der Kapuze werden, für die ich einen alten Baumwoll-Kopfkissenbezug anschneide, den ich mal in einem Secondhand-Kleidermarkt für 1.- mitgenommen habe.

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Jetzt kribbelt es mich schon in den Fingern und ich freue mich tierisch darauf, endlich loszulegen 😀

Beim MMM gibt es heute noch mehr Frauen mit Winterjackenplänen zu sehen…

MMM #10 Brasil Love

Lange, lange wars hier sehr still. Was nicht heißen soll, dass die Nähmaschine nicht gerattert hat. Aber ich hatte neben Masterarbeit, Bewerbungsgesprächen und anderen Unbillen des Lebens sowie dem wunderbar frühlingshaften März und April wenig Muße, mich um die Pflege des Blogs zu kümmern. Um so mehr freue ich mich, heute wieder dabei zu sein!

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Passend zum großen Capoeira-Event, das Ende der Woche in Darmstadt stattfinden wird und auf das ich mich schon freue wie Bolle, habe ich mir eine Jacke genäht. Eine Lady Bella von Mialuna. Gedacht ist sie dafür, sie nach dem Training über die verschwitzten Trainingssachen anzuziehen, deshalb habe ich sie auch wieder mit Fleece gefüttert, obwohl das für den kommenden Sommer vielleicht sehr warm erscheint. Aber wenn man nach nem eisenharten Workout klatschnass geschwitzt aus der Turnhalle kommt, ist es gut, sich warm einzupacken, damit man sich nicht erkältet.

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Den wollweißen Strickstoff hab ich fürn Appel undn Ei in Kassel am Königsplatz gekauft. Der Fleece war aus dem Vorrat, der grüne Stoff in den Taschen und an der Kapuze (auch die Ärmel sind damit gefüttert)  ein Trigema-Lappen. Die Passe und die Innenseite der Kapuze sind mit Teilen einer echten brasilianischen Flagge genäht, was eine ziemliche Sauarbeit war, da der Stoff natürlich null dehnbar war und sich auch sonst (habe vorsichtig damit nix schmilzt, Bügelfleece dahintergebügelt) ziemlich seltsam verhalten hat beim Nähen.

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Bin sehr zufrieden und freue mich schon, das gute Stück am Wochenende in die Turnhalle auszuführen. An dieser Stelle nutze ich die Gelegenheit für einen Programmhinweis in eigener Sache: Im Rahmen unseres Festivals findet in Darmstadt am Samstag ein internationales Capoeira-Turnier statt, bei dem die Weltelite unseres Verbandes vertreten sein wird. Wer kommen möchte ist herzlich eingeladen. Das Ganze findet am Samstag um 21:00 in der Böllenfalltorhalle in Darmstadt statt. Hier gibt es nähere Infos.

Ansonsten freue ich mich auf die anderen tollen MMM-Kreationen.

Me Made Mittwoch #8 Was lange währt

Und weiter gehts mit der Maritimisierung meiner Garderobe. In einer Hauruckaktion habe ich nun an den vergangenen zwei Abenden, sehr zum Unwillen meines Blogwartes (der auch gerne etwas Aufmerksamkeit abbekommen hätte), meine Übergangsjacke fertig genäht. Bei dem Wetter wurde das aber auch nötig, da meine Winterjacke eigentlich momentan im Schrank bleiben kann und ich darüber hinaus anfangen muss, meinen Vorrat an frühlingshaften Basisshirts aufzustocken.

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Also habe ich meine irrationalen Ängste überwunden und das Jäckchen (mit einer Doppelpremiere: mit Reißverschluss und Innenfutter!!) fertiggenäht.

Dank der tollen Anleitung von Mialuna (danke! Ohne dich wäre ich verloren gewesen!) hab ich es ziemlich problemlos hinbekommen. Die Anleitung habe ich etwas abgewandelt. Ich habe beispielsweise die Teilungsnähte nach innen verlegt und mit Paspeln abgesetzt. Dabei habe ich beim Taschenfutter irgendwie einen Denkfehler gemacht, den ich aber zum Glück ganz gut ausbügeln konnte. Ich verspreche hoch und heilig, demnächst bessere Fotos ohne Morgengrauen-Smartphone-Verwacklung aufzunehmen. Schließlich gibt es ja allmählich wieder natürliches Licht! Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbrinen, dass ich gestern bis Mitternacht genäht habe und heute um 7:00 zur Arbeit gefahren habe, da war mehr leider nicht drin 🙂

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Den Stoff mit einer ganz kleinen Waffelstruktur habe ich als Rest für 3,00 € bei Karstadt ergattert. Ich wusste sofort, dass eine maritime Übergangsjacke daraus werden soll. Weil es aber nur noch 1,3m waren, musste ich eine Weile nach einem passenden Schnitt suchen.
Gefüttert ist die ganze Chose am Rumpf mit Fleece und an den Ärmeln mit Futterstoff- beides aus Berlin mitgebracht. Den Streifenstoff habe ich bei der MaSunje von letztens schon mal verwendet. Das witzige Papierschiffchen-Bügelbild auf der Kapuze gibt es bei PeppAuf.

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Hier ist am Samstag Stoffmarkt und ich bin mit der weltbesten Mama zum Shoppen verabredet. Auch wenn der Füllstand meines Stoffregals sowie meine finanziell stets etwas angespannte Situation es eigentlich nicht zulassen, freue ich mich schon darauf, vielleicht doch das eine oder andere Schnäppchen/Schätzchen mit heim zu tragen.

Schön, wieder dabei zu sein beim MMM, der heute von Melleni im Frühlingskleid moderiert wird.

Me Made Mittwoch #4

Nie wieder werde ich nur einen halben Meter Stoff kaufen! Den hier vernähten Sweatshirtstoff habe ich beim letzten Stoffmarkt im Herbst quasi noch im Vorbeigehen mitgenommen, weil ich die Farbe so toll fand und er sich wahnsinnig schön angefühlt hat. Ich kam einfach nicht gegen diesen diffusen Habenwollen-Gibber an, hatte aber gleichzeitig keinen Schimmer, was ich damit anstellen wollte und obendrein mein Budget schon kräftig dezent überzogen, so dass ich mit mir selbst zu dem im Nachhinein völlig idiotischen Kompromiss kam, dann eben nur einen halben Meter in den Einkaufskorb zu legen. Super! Was macht man mit 0,5 m kräftig türkisblauem Sommersweat, bei dem man nicht den Hauch einer Chance hat, den gleichen Farbton noch mal irgendwo aufzutreiben?

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Entschuldigt die miese Bildqualität, im Moment gibt es einfach zu wenig Licht im Leben (und zu wenig Leute, die die Kamera halten). Sobald ich kann, werde ich das Bild durch ein etwas aussagekräftigeres ersetzen.

Man wartet auf Inspiration und einen zweiten Stoff, den man dazu verwursten kann. In meinem Fall wurde noch mal eine Shelly daraus, eine Art Hybrid zwischen der Sommer- und der Wintervariante. Für mehr war wirklich kein Stoff da ( ich musste die Bündchen schon stückeln) und da ich bei der letzten Shelly so viel Stoff nachträglich wieder entfernt hatte, habe ich ganz beherzt Größe S zugeschnitten. Fazit: Könnte schon etwas legerer sitzen, aber ganz so presswurstartig wie befürchtet ist sie zum Glück nicht geworden. Der Maxikragen (mit Teddystoff gefüttert) sitzt irgendwie ein wenig seltsam, aber kuschelig ist er auf jeden Fall und somit auch wintertauglich (wenn man, wie ich momentan, in einem Büro arbeitet).

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Ein wesentlicher Grund, diesen Blog zu beginnen, war neben der Lust, meine Nähwerke vorzuführen, hauptsächlich die Hoffnung auf Eure wertvolle Expertise und gute Ratschläge. Genau das möchte ich nun für meine ersten neuen 2014er Projekte erbitten (die Shelly oben entstand am Vor-Heiligabend 2013 und gehört damit genau genommen noch ins alte Nähjahr). Ich habe noch einen Stapel UFOs hier rumliegen, denen ich erst mal den Garaus machen will, bevor wieder etwas neues entstehen kann, aber spätestens Ende des Monats möchte ich mich dann mit meinen in den Weihnachtsferien geschmiedeten Plänen befassen (das Stoffregal ist schon wieder besorgniserregend wohlgefüllt). Dazu benötige ich aber Rat von den versierten Craftistas, also herhören:

Projekt 1: Eine super-duper-Seemanns-Übergangsjacke

Der Stoff ist dunkelblau und ca. 1,5 Meter lang (nein, diesmal war nicht der Geiz schuld, sondern es war ein Reststück) und von der Dicke etwa sweatshirtstoffdick, allerdings etwas lockerer gewebt (ich weiß leider nicht genau, um was für ein Material es sich handelt). Ich möchte sie gerne füttern, damit sie so diese typische Übergangsjackendicke bekommt, also so in etwa für Temperaturen um die 10°C-15°C geeignet ist. Welches Material nehme ich dafür? Dachte zuerst an Fleece, aber der hängt sich dann vielleicht zu sehr ans Oberteil und wurstet sich dann beim Ausziehen jedes Mal aus der „Oberjacke“ raus?

Ich will auf jeden Fall eine Jacke mit Kapuze und in Anbetracht des wirklich kleinen Stoffstückchens ist schnittmäßig nichts kapriziöses drin. Ich bin bei meiner Recherche auf dieses Modell von Burda gestoßen. Ich würde dann allerdings unten ganz sicher kürzen und stattdessen breite Strickbündchen in der gleichen Farbe annähen:

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Quelle: http://www.burdastyle.de

Was sagt ihr? Habt ihr vielleicht noch einen bombigen Jackenschnitt mit Kapuze in petto, der mit der geringen Stoffmenge zurechtkommt? Vom Stil her dachte ich an was Maritimes und habe für die Innenkapuze und die Taschen diese beiden Stoffe zur Auswahl:

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Wieder mal grottige Smartphone-Kunstlicht-Fotoqualität, aber ich denke ihr könnt es zumindest erahnen. Euer Meinungsbild? Alternativ könnte man noch auf den „Simply boats“ von Hamburger Liebe warten, der Anfang März erhältlich sein wird.

Und vielleicht noch wichtige, unabdingbare Tipps für Dos & Don’ts beim Jacken mit Futter & Bündchen nähen (ich hab mich in derlei schwierigen Nähprojekten noch nicht versucht und will es nicht verhammeln)?

Projekt Nummer 2: Ein elegantes weich fallendes 20er Jahre Oberteil

Ich habe ja schon geschrieben, dass ich in den Weihnachtsferien ganz viel Boardwalk Empire geschaut habe und richtig Lust auf Schnitte im Stil der 20er Jahre bekommen habe. Mittlerweile bin ich bei Staffel 3. In einer Folge trägt die Hauptdarstellerin folgendes Oberteil, das ich ganz wunderbar finde und gerne so oder so ähnlich gerne nachnähen würde.

Oberteil_BE_1 Oberteil_BE_2

Man erkennt es auf dem Screenshot etwas schlecht, aber am Oberteil ist unten nochmal so eine Art „Bündchen“ aus dem taubenblauen Stoff, aus dem Kragen und Ärmelaufschläge sind. Wer kennt sich aus und kann mir nach Ansicht der Bilder sagen, mit welchem Stoff ich so ein Oberteil am besten hinbekommen würde? Und kennt jemand einen Schnitt, der so ähnlich ist bzw. sich ohne große Vorkenntnisse so abändern lässt, dass ein Oberteil wie das abgebildete dabei rauskommt?

Ich bin sehr auf Eure Kommentare und Anmerkungen gespannt und für jede Idee sehr dankbar! Und ich freue mich wahnsinnig, dass ich endlich wieder beim MMM tolle Kleider an tollen Damen bewundern kann!