MMM #26 – Hasenhirsch-Hoodie

Der Herbst wirft unerbittlich seine Schatten voraus – so dass ich beim Stoffmarkt im letzten Monat für die Autumn-Collection ordentlich zugeschlagen habe, was Sweatstoffe angeht. Hier präsentiere ich nun das erste Stück.

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Vielleicht erinnert Ihr Euch an den Retro-Hoodie? Dieser Pulli ist nach dem gleichen Schnitt entstanden (selbstkonstruiert nach einem Kaufpulli mit modifizierter Kapuze) und er wurde lediglich ein klein wenig verschmälert, um dem stretchigeren Material Rechnung zu tragen (habe ich beim ersten Modell versäumt).

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Besonderer Hingucker ist die Klöppelspitze, die die Kapuze ziert (abgeguckt bei einem ähnlichen Modell, das gerade in den Geschäften hängt) und die Kordel, die durch die Ösen abwechselnd innen und außen am Kapuzenrand läuft.

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Der Jersey innen war teurer als der gesamte Sweatstoff, aber ich finde ihn ziemlich witzig mit den ulkigen Hasenhirsch-Motiven. Auch ein bisschen retro und durch die leicht abgetönte Farbgebung nicht zu kindlich.

Leider wars beim Fotomachen schon ganz schön duster draußen, weshalb ich die Bilder am PC nachträglich ordentlich aufhellen musste. Der Sweatshirtstoff ist eigentlich normal dunkelgrau. Die Bauchtasche, die eigentlich noch dazu gehört hätte, habe ich kurzentschlossen weggelassen, weil ich den „cleanen“ Look so schöner fand.

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Wie gehts Euch? Habt Ihr auch schon für den Herbst genäht? Mehr Selbstgenähtes gibts wie immer beim MMM.

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MMM#20 Martha unplugged (also ohne Tasche)

Kaum zu glauben, aber wahr. Das ist das zwanzigste Kleidungsstück, das ich beim MMM zeige, und dann direkt auch eines meiner momentan absoluten Favoriten. Genäht habe ich es schon während der Weihnachtsfeiertage und seitdem ist es eigentlich im Dauereinsatz, worunter die Farben leider schon durch das häufige Waschen ein wenig gelitten haben.

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Der Schnitt ist die wohl allbekannte Martha von Milchmonster, allerdings leicht modifiziert, das heißt ich habe die Bauchtasche weggelassen und dafür ein extrabreites Bündchen angebracht. Den Schnitt habe ich im oberen Drittel geteilt und oben den hübschen Sweatstoff „Magic Wood“ von Cherry Picking verwendet, unten dann einen unifarbenen Sweatstoff vom Stoffmarkt. Den „Magic Wood“ wollte ich eigentlich für die Kapuze meiner Winterjacke benutzen, aber beim Nebeneinanderlegen haben die Stoffe farblich nicht zusammengepasst, wodurch er jetzt hier im Hoodie eine neue Bestimmung gefunden hat.

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Durch die Doppellage Sweat der Kapuze bekommt diese einen tollen Stand.

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Wird sicher nicht meine letzte Martha in diesem Stil.

Noch mehr selbstgenähte Kleidung kann man wie stets mittwochs hier bestaunen.

Winterjacken Sew Along: Zwischenstand

Im dritten Anlauf schaffe ich es heute doch tatsächlich, mich beim MMM  zu verlinken; allerdings habe ich nicht wirklich einen Fortschritt vorzuweisen, seit der Vorstellung von Schnitt und Stoffen.  Nachdem ich nämlich brav alle Schnittteile zugeschnitten hatte (außen, innen Futter!), und anfangen wollte, zusammenzunähen, hat leider direkt bei der zweiten Naht meine liebe Frau Pfaff angefangen, zu streiken, und entschieden, dass sie beim Overlock-Stich lieber nicht mehr transportiert, sondern immer auf der gleichen Stelle näht. Das sieht dann so aus:

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Ich bin noch nicht dazu gekommen, der Sache näher auf den Grund zu gehen. Vielleicht ist das auch nur ihre Art, mir mitzuteilen, dass sie mal wieder eine Wartung möchte.  Oder hat von Euch einer eine Idee?? Einstweilen gibts somit nur eine Bild der Schnitteile, die noch aufs zusammennähen warten.

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Erfolgreichere Winterjackennäherinnen gibts hier zu sehen.

Winterjacken Sew Along: Schnitt und Stoff

Nachdem ich wegen eines defekten PCs beim letzten Termin nicht dabei sein konnte, steige ich nun nachträglich noch mit ein in den Winterjacken Sew Along. Als ich das Thema gesehen hab, wusste ich direkt, was ich nähen wollte. Ich hatte im Frühjahr schon mit der Jacke geliebäugelt, jedoch am Ende beschlossen , dass es Anfang April nicht mehr zielführend wäre, noch eine dicke Jacke zu nähen, die dann erst mal monatelang nur im Schrank hinge. So ergibt sich jetzt die Gelegenheit, dieses lang angedachte Projekt endlich in Angriff zu nehmen: Die PowPow Juna!

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Super schöne Exemplare habe ich hier und hier gesehen. Mir gefällt der Schnitt, weil er sehr sportlich ist mit seiner großen Kapuze und den breiten Bündchen. Ich will ihn aber ein bisschen „winterlicher“ nähenn, damit die Jacke später auch ordentlich warm hält.

Der rostrote Canvas-Stoff liegt hier schon sicher ein Jahr rum, den gab es mal bei Karstadt im Angebot und ich habe mal auf Verdacht zwei Meter mitgenommen, weil mir die Farbe gut gefiel.

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Letzte Woche habe ich dann die dazugehörigen Accessoires gekauft: einen langen Reißverschluss und Bündchen in dunkelbraun sowie braues Steppfutter für innen und noch mal eine extra Lage Volumenvlies für innen rein. Optisches Highlight soll die Innenseite der Kapuze werden, für die ich einen alten Baumwoll-Kopfkissenbezug anschneide, den ich mal in einem Secondhand-Kleidermarkt für 1.- mitgenommen habe.

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Jetzt kribbelt es mich schon in den Fingern und ich freue mich tierisch darauf, endlich loszulegen 😀

Beim MMM gibt es heute noch mehr Frauen mit Winterjackenplänen zu sehen…

RUMS #1

Ich will nur schnell meine neue supercoole oberhipstermäßige Sonnenbrille neue Kapuze nach dem Schnitt von Hedi zeigen: „Frau Charly“. Es ist so eine Art Hybrid aus Kapuze und Schal, die man super zu allen anderen maritimen Kleidungsstücken (die noch auf der sew-to-do-Liste stehen) kombinieren kann.

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Die Kapuze war eigentlich als Resteverwertungsprojekt vorgesehen. Den restlichen Kuschelwintersweat, der vom Hoodie für den Blogwart noch übrig war, sowie der lillestoff-Ringeljersey sollten verwurstet werden. Ich musste leider feststellen, dass doch etwas mehr Stoff benötigt wird, als ich dachte, so dass ich den Sweatstoff nicht im Bruch zuschneiden konnte sondern aus zwei Teilen stückeln musste. Auch der Ringeljersey hat nicht mehr gereicht, so dass der Halsbereich jetzt mit unifarbenem roten Jersey gefütttert ist.

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Das coole Anker-Webband verdeckt die Mittelnaht zwischen den beiden gestückelten Kapuzenteilen. Verzeiht die schlechte Fotoqualität, in Wahrheit ist das Rot sehr schön „satt“ und kein bisschen pink.

Es gibt heute auch wieder jede Menge tolle selbstgemachte Sachen bei den Mädels bei RUMS.

Weihnachtsgeschenke

Draußen mieses Schmuddelwetter und der Blogwart das ganze Wochenende außer Haus: Die perfekte Gelegenheit, eine konzentrierte Nähsession zu starten. Hier seht ihr meinen Arbeitsbereich: alles was nicht an der Nähmaschine passiert, findet auf dem Fußboden statt (und das ist kein Chaos, das muss so sein 🙂 )

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Und hier die Resultate:

Eine Shelly nach dem Vorbild derer, die ich vor zwei Wochen schon mal hier gezeigt habe. Eine Freundin fand diese so schön, dass ich mich spontan bereit erklärt habe, noch mal ein solches Modell zu nähen. Unnötig zu erwähnen, dass ich auch dieses Mal den Kragen abgetrennt und erneut angenäht habe. Hatte mich bei der Konstruktion um 10 cm ein bisschen verrechnet. Außerdem ist mir ein Fehler beim Abmessen der Armlänge passiert, so dass ich noch mal anstückeln musste 😦 aber wenn jemand fragt, dann gehört das natürlich so 😉

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Auf den Fotos kommt die Farbe nicht so schön raus, es ist ein schönes sattes Moosgrün (Sweatshirtstoff von Stoff & Stil)

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An den Eingriffstaschen habe ich eine orangene Paspel mitgefasst, die einen ähnlichen Orangeton hat, wie der Ringeljersey.

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Der Kragen ist im Gegensatz zur ersten Shelly noch ein bisschen mehr angeschrägt und statt mit Frottee mit hellgrünem Fleece gefüttert.

Nr. 2 (noch UFO): Der Blogwart bekommt einen Sweater zu Weihnachten, Schnitt und Farbwahl inspiriert von diesem Modell, das Maarikami vor einigen Monaten auf ihrem tollen Blog vorgestellt hat. Wie bei ihr handelt es sich um den Fehmarn-Jackenschnitt und auch ihre Modifikationen habe ich gleich übernommen. Verwendetes Material: Dunkelblauer Kuschelsweat vom Stoffmarkt (hab mich totgeärgert dass ich davon nicht mehr gekauft habe, so flauschig fühlt der sich an) und als Futterstoff für Kapuze und Taschen „Tattoo Love“ von lillestoff. Ich fand die Anleitung zum zusammennähen relativ kryptisch (…und ich so „Hä?“), so dass ich einfach so genäht habe, wie ich dachte, und da ich mich ja um den Reißverschluss und alle anderen schwierigen Sachen gedrückt hatte, bin ich damit auch gut gefahren.

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20131215_123425Hier noch mal die Kapuzen-Nahansicht. Rote Paspel am Kapuzenrand bildet einen kleinen Extra-Hingucker. Dem Pulli fehlen bisher noch die Bündchen. Über deren Farbe möchte ich gerne erst noch mal mit dem zukünftigen Träger des Kleidungsstückes konferieren.

Und dann war noch Zeit, ein bisschen angefangenen Kleinkram fertig zu machen:

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Zwei Astronautenmützen „Charly“ nach dem Schnitt von Hedi für die sich auch in unserem Bekanntenkreis allmählich ausbreitenden Kleinkinder im Alter von 1,5 bis 3 Jahren sowie zwei Loops für diverse Familienmitglieder. Den Kapuzenschnitt „Frau Charly“ habe ich übrigens auch noch hier liegen, sogar auch schon zugeschnitten, aber für heute ist gut.

Ich geh jetzt mal das Chaos den Arbeitsbereich aufräumen. Vielleicht haben Frau Pfaff und ich heut abend noch mal spontan Lust auf ein Treffen.

Verschenkt ihr auch Selbstgenähtes zu Weihnachten?