MMM #23 Gegengerade-Shirt

Vor einiger Zeit habe ich bereits das Oldschool Hoodie Footballkleid vorgestellt. Wie damals bereits erzählt, sehe ich es nicht ein, für Trikots meiner Mannschaft viel Geld auszugeben, die ich dann aber im Prinzip nur im Stadion tatsächlich tragen kann. Ganz davon abgesehen, dass diese auch dort nicht gerade Figurschmeichler sind. Somit habe ich entschieden, meine eigene Fankleidung herzustellen, die einen Bezug zu meiner Mannschaft herstellt, aber trotzdem auch büro- oder freizeittauglich ist. Nach dem herbstlichen Kleid aus Sweatstoff habe ich nun zum Saisonabschluss (und übrigens auf der Zielgeraden zum Klassenerhalt) gleich zwei Shirts hergestellt, von denen ich heute eines vorstellen möchte. Meine Mama lieferte die passenden Plotts  dazu (danke!).

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Das Shirt ist nach dem gleichen Schnitt entstanden wie das Blumenküsser-Shirt. Diesen habe ich von einem Kaufshirt abgenommen. Er macht eine gute Figur uns ist aufgrund der lediglich zwei Schnittteile superflott genäht.

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Der blaue und weiße Jersey ist aus dem örtlichen Stoffmarkt und durch die relativ leichte Qualität fällt das Shirt noch ein wenig besser als das erste. Leider pillt er auch schon nach wenigen Malen waschen bereits ein wenig. Das Motiv zeigt die Silhouette der Gegengerade am Böllenfalltorstadion, also den Ort, an dem ich stehe, wenn ich mal ein Ticket ergattere.

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Ich trage das Shirt super gerne und oft.

Selbstgenähtes gibt natürlich wie jeden Mittwoch hier.

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MMM #18: Oldschool Football Hoodie-Kleid

Schon mal von den „Lilien“ gehört?

Ich als Darmstädter Mädchen muss nun doch auch im Rahmen meiner Nähtätigkeit mal das aktuelle Sportgeschehen ein wenig näher beleuchten: Seit die erste Mannschaft des SV Darmstadt 98 (kurz und liebevoll die „Lilien“ genannt, wegen das Vereinslogos) in den letzten drei Jahren vom in letzter Minute abgewendeten Abstieg in Liga vier im Mai diesen Jahres den Durchmarsch in die erste Bundesliga geschafft hat, steht die ganze Stadt sprichwörtlich Kopf. 11.000 Dauerkarten sind für das alte und marode Stadion am Böllenfalltor verkauft  (bei einer Gesamtkapazität < 17.000) und wenn die Lilien spielen, herrscht in der Stadt Ausnahmezustand. „Das kleine gallische Dorf“, wie sich die Mannschaft selbst betitelt; kein Wunder beim bei weitem kleinsten Etat der Liga, erzählt ein modernes Fußballmärchen. Höchste Zeit, diesem Märchen in Form eines Kleidungsstückes zu huldigen. Ich wollte einen Sweat-Hoodie, der an das aktuelle Lilien-Trikot angelehnt ist. Eigentlich war das besagte Projekt auch bereits für die letzte Saison angedacht, musste aber aus Zeitmangel nach hinten verlegt werden. Das neue Trikot ist einfarbig blau statt blau-weiß wie in der letzten Saison.

SV98 14-15 Heimtrikot

Das Trikot der letzten Saison

TrikotHome

Das neue Trikot 2015/2016

Um  den Bezug zum Fußball herzustellen, und nicht nur einfach einen blauen Pulli zu nähen, musste noch ein dezentes Detail her. Auf den neuen Trikots ist vorne links eine Lilie aufgeplottet. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschied ich mich, die besagte Lilie auch auf dem Hoodie anzubringen, und zwar aus Mangel an Alternativen als Stickbild. Nun verfüge ich leider nicht über eine Stickmaschine. So habe ich an der entsprechenden Stelle hinter den Stoff ein Bügelvlies aufgebügelt und mein Motiv dann dort aufgezeichnet. Im Anschluss habe ich sehr langsam mit einem sehr sehr schmal eingestellten Zickzackstich das Motiv nachgestochen.

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Bei genauerem Hinsehen denkt man zwar, das arme kambodschanische Kind, das dieses Motiv gestickt hat, hätte einen Trip eingeschmissen, aber für den ersten Versuch und ohne professionelles Equipment finde ich das Ergebnis dann trotzdem ganz ordentlich.

Der Schnitt ist eine Kombination aus meinem konstruierten Schnitt, den ich bereits hier gezeigt habe (oben) und einer verlängerten Shelly (unten).

Ich habe, als ich den Retro Hoodie Artikel veröffentlicht habe, mal versprochen, dass ich zeige, wie man die Kapuze näht. Ich habe den Schnitt nach einem trial-and-error-Verfahren konstruiert bis sie richtig saß. Der Schnitt dafür sieht so aus:

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Beim Zuschneiden habe ich ganz schön viel Angstschweiß vergossen ob meines Improvisationsmutes, doch das Ergebnis kann sich in meinen Augen sehen lassen. Bin sehr zufrieden und hoffe, mit dem guten Stück sowohl im Stadion als auch im Büro stets passend gekleidet zu sein 🙂 Ach so: Der königsblaue Sweatstoff ist vom Stoffmarkt und der weiße Stoff in der Kapuze von Karstadt. Und dass ich im Eifer die Lilie auf die falsche Seite gestickt habe, fällt sicher niemandem auf… 😉 Und jetzt Manege frei für die Oldschool Football Bilderflut:

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Und damit bin ich heute das erste Mal nach langer Abstinenz wieder beim MMM dabei! Jippie, ick freu mir!!